20 Jahre Kunstschule Zinnober
Die Kunst, ihre Kinder und der emsige Vermittler

20 Jahre Kunstschule Zinnober ? Ein prägnanter Rückblick mit Ausblick

Wer sich einmal kurz die Zeit nimmt, 20 Jahre zurückzublicken, der wird vielleicht feststellen, dass er die Welt von damals mit anderen Augen sah. Vielleicht mit denen eines Kindes. Und vielleicht war dieses Kind sogar eines von 120, die die Kindermalschule im Kutscherhaus besuchten?   Angeboten wurden damals 12 Kurse, die wöchentlich stattfinden sollten. Um dieses ehrgeizige Vorhaben in die Tat umzusetzen, brauchte es jemanden wie Gründungsvater Dr. Rainer Krieger, der nicht nur den erforderlichen Ehrgeiz, sondern auch viel Herzblut in das Projekt mit einbrachte. Der Ansatz der kommunalen Einrichtung, Kindern Kunst mit allen Sinnen zu vermitteln, wurde durchweg positiv aufgenommen und stieß sehr bald auf reges Interesse. Damit verbunden war natürlich eine immer komplexer werdende Personal- und Kursverwaltung, infolgedessen Kulturreferent Krieger schließlich Heidi Krause mit der Leitungsstelle beauftragte. Sie war es auch, die maßgeblich dazu beitrug, dass sich der Namensänderung zur Kunstschule Zinnober eine inhaltliche Weiterentwicklung anschloss. Gemeinsam mit Petra Wendholz brachten sie Zinnober auf den heutigen "Kurs?. Resultat dieser fruchtbaren Zusammenarbeit seit August 1989:   Insgesamt 1300 Wochenangebote mit 12000 Kursteilnehmern und 40 überregionale Sonderprojekte mit Kindergärten, Schulen und karitativen Einrichtungen!     Heute, im Jahre 2009, gibt es vielleicht irgendwo einen passionierten Künstler, der die Liebe zur Kunst seinerzeit in einem Malkurs bei Zinnober fand; vielleicht legte ein Architekturstudent den Grundstein für sein Studium in einem der dortigen Zeichenkurse; vielleicht ist jemand für ein Hobby dankbar, das er ohne die Tüftelstunden in der Werkstatt nie für sich entdeckt hätte. Fest steht, dass niemand bestreiten wird, von der eigenen Zinnoberzeit nachhaltig geprägt worden zu sein. Auch 20 Jahre später kann die Kunstschule als eines der wichtigsten kulturellen Bildungsinstitute Papenburgs gesehen werden. Denn immer noch fördert das vielfältige Kursangebot Kreativität, Talent und Kunstverständnis von Kindern und trägt so entscheidend zur Persönlichkeitsbildung bei.   Die Zielsetzung und den ?Geist? Zinnobers durch die nächsten 20 Jahre zu tragen, wird Aufgabe nachfolgender Generationen sein ? und wer weiß: Möglicherweise liegt die spätere Leitung ja in den Händen eines jetzt noch jungen Kursteilnehmers oder einer Kursteilnehmerin!